CASEvorstellung: Brands in green

Wachstum durch Ausgründung: Die Geschichte von Brands in Green

"Christian Wewezow hat uns eigentlich das aufgezeigt, was offensichtlich war, wir aber nicht so gesehen haben. Er hat relativ schnell verstanden, dass der Agenturbereich wachsen muss."

- York Kolb, Geschäftsführer Brands in Green

Wachstum durch Ausgründung: Brands in green gmbh

Im letzten Jahr durfte unser Managing Partner Christian Wewezow die Ausgründung der Markenagentur Brands in Green begleiten. In einem Gespräch mit dem Geschäftsführer York Kolb hat unser Managing Partner Yannik Rediske nochmals über die Ausgründung gesprochen sowie die Projektbetreuung Startifys Revue passieren lassen. Das ganze Gespräch können Sie hier anhören oder die Geschichte von Brands in Green im Folgenden nachlesen.

1. Was war die Ausgangssituation ?

York Kolb und sein Geschäftspartner Benjamin Link sind erfahrene Gründer mit Marketinghintergrund. Vor der Pandemie haben die beiden ein erfolgreiches E-Commerce-Unternehmen mit mehreren Marken sowie integriertem Agenturbereich geführt. Die erfolgreichste dieser Marken, Vereinslinie.com, erwirtschaftete 2019 mit dem Verkauf und Versand von Textilien für über 1.500 Vereine der DACH-Region einen Jahresumsatz im hohen siebenstelligen Bereich, während sie den Agenturbereich des Unternehmens bewusst klein hielten. Da der Spielbetrieb bei vielen Sportvereinen in den Lockdowns jedoch eingestellt wurde, konnte sich das Unternehmen nicht mehr auf die hohen Umsätze von Vereinslinie.com verlassen. Glücklicherweise lief die zuvor klein gehaltene Agentur weiterhin gut, was die beiden Geschäftsführer allerdings vor eine strategische Herausforderung stellte: Die eigenen Brands verkaufen oder in das Wachstum einzelner Marken investieren? Wie kann der Agenturbereich ausgebaut und profitabler gemacht werden? Da neben dem operativen Geschäft nur wenig Zeit blieb, Antworten auf diese Fragen zu finden, entschieden sich York Kolb und Benjamin Link einen externen Berater ins Unternehmen zu holen, um gemeinsam einen Plan für die zukünftige Entwicklung ihres Unternehmens zu erstellen.

2. Problemstellung und Lösungsansatz

Ziel der beiden Geschäftsführer war es, fundierte Entscheidungen für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens zu treffen. Im Jahr 2020 brachen durchschnittlich 35-40 % ihres Umsatzes von Vereinslinie.com und anderen Marken weg, während der Umsatz des kleinen Agenturbereichs konstant blieb. Daher sollte entschieden werden, in welche Richtung sich die Marken entwickeln und was weiterhin mit der Agentur geschieht. Unser Managing Partner Christian Wewezow formulierte daraufhin gemeinsam mit den beiden Unternehmern, einen Fahrplan für die Ausgründung der Agentur zu der eigenständigen GmbH „Brands in Green“ und identifizierte Optimierungspotenziale für bestehende Prozesse und Strukturen der Brands. Dies bedeutete jedoch, dass das Geschäftsmodell des Unternehmens grundlegend verändert wurde. Es wurde auf das Wachstum des Agenturbereichs, der vorher lediglich 20-30 % des Gesamtumsatzes ausmachte, gesetzt, während die Marken, welche vor der Pandemie den Großteil des Umsatzes erwirtschafteten, zurückgefahren wurden.

3. Projektdurchführung und Ausgründung von brands in green

In den ersten Gesprächen machte sich Christian Wewezow zu Beginn ein detailliertes Bild der Ausgangssituation. Rund ein Jahr nach dem Projekt erinnert sich York Kolb noch gut: „Christian Wewezow hat uns eigentlich das aufgezeigt, was offensichtlich war, wir aber nicht so gesehen haben. Er hat relativ schnell verstanden, dass unsere Agentur wachsen muss.“ Gemeinsam wurde anhand einer Analyse der Betriebszahlen sowie intensiver Gespräche über die Ziele, Wünsche und Visionen der Unternehmer die Ausgründung des Agenturbereichs zu der eigenständigen Markenagentur Brands in Green beschlossen. Darüber hinaus sollte sich die neue Agentur auf nachhaltige Marken und Produkte spezialisieren und in Zukunft ganzheitlich betreuen können. In den Gesprächen zwischen unserem Mittelstandsexperten und den beiden Unternehmern wurde schnell klar, dass beide nicht nur Experten für Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind, sondern den Wunsch haben, in ihrer Selbstständigkeit die Themen zu vereinen, die ihnen Freude bereiten: Klimaschutz und Marketing. 

An der Zusammenarbeit schätzte York Kolb vor allem die Sicherheit, die ihm eine externe neutrale Meinung bei schweren Entscheidungen gab: „Letztendlich haben wir eigentlich unser gesamtes Geschäftsmodell umgedreht. Und das Schöne war einfach, dass wir uns hier bei einem Profi rückversichern konnten, der da einen neutralen Blick auf die Situation hatte.“ Dieser neutrale Blick habe vor allem geholfen, bestehende Prozesse und Strukturen zu reflektieren. „Christian Wewezow hat auch in viele Bereiche ganz tief hereingeschaut und die Zahlen analysiert. Das hat uns auch „gezwungen“ Prozesse durchzurechnen, um zu sagen: Rechnet sich das? Was kostet der Prozess? Wie lange dauert der? Er hat da diesen super Fokus gehabt und viele Dinge aufgedeckt, die wir relativ schnell verändern konnten.“ So konnte auch das Pricing der Agenturleistungen überarbeitet und das Angebot des Unternehmens profitabler gestaltet werden, ohne dass viele Bestandskunden verloren gingen.

In Zukunft öfter über die Unternehmensentwicklung nachzudenken, beschreibt York Kolb weiterhin als eines der größten Learnings des Spin-offs. Gerade in inhaber- oder familiengeführten Unternehmen ist es als Geschäftsführer meist sehr schwer, sich vom operativen Geschäft zu differenzieren und über strategische Fragen nachzudenken: „Das ist vorher einfach untergegangen, weil wir so im Tagesgeschäft gefangen waren. Das war einfach ein großer Fehler. Lieber läuft vielleicht mal im Operativen irgendwas nicht perfekt und man biegt es halt nach einer gewissen Zeit gerade, anstatt dass man die ganze Zeit präsent ist und sich nicht um strategische Themen kümmert.“

4. Ergebnisse und Entwicklung des Spin-offs

Seit der Ausgründung 2021 entwickelt sich Brands in Green kontinuierlich weiter. Durch das neue Pricing-Modell wuchs das Personal der jungen Markenagentur, die mittlerweile an drei Standorten vertreten ist, kontinuierlich an. Für York Kolb ist der größte Erfolg jedoch die Möglichkeit sich selbst zu verwirklichen: „Tatsächlich muss ich sagen, dass ich seit Brands in Green alles, was ich kann, was ich liebe, was ich gerne mache, in meinem Beruf vereinen kann und Benjamin Link geht es genauso. Das heißt, für mich ist es morgens ein leichtes ins Büro zu kommen und den Rechner an zu machen. (lacht)
Für die Zukunft wünschen sich die beiden Geschäftsführer, Brands in Green als marktführende Agentur für nachhaltige Marken zu etablieren. Wir wünschen ihnen dabei weiterhin Erfolg!

Projektbegleitung

Christian Wewezow

Managing Partner & Mittelstandsexperte

Als erfahrener Unternehmer, Stratege und Company Builder begleitet Chistian Wewezow seit 15 Jahren die Entwicklung und Transformation von mittelständischen Marktführern und Familienunternehmen sowie die nächste Unternehmergeneration bei der Nachfolge und Ausgründung von (Corporate) Startups. Außerdem engagiert sich der gebürtige Heidelberger ehrenamtlich als Kuratoriumsvorsitzender und Mitglied der Bundesjury bei der Oskar-Patzlet-Stiftung, die jedes Jahr den Großen Preis des Mittelstandes verleiht.

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